Korrespondenz mit der Deutschen Bischofskonferenz


Offener Brief an deutsche Bischöfe (20.02.2018)

Bitte an die Vertreter aller deutschen Diözesen, die Mitfinanzierung der geplanten Teilabrisse und Umbauten der Hedwigskathedrale

und des Bernhard-Lichtenberg-Hauses in Berlin zu überdenken. Die Bischöfe mögen dazu beitragen, einen weiteren Bauskandal in Berlin zu verhindern mit dem obendrein ein weiteres deutsches Bistum in ein finanzielles Desaster geraten würde.  Die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in Deutschland könnte ein weiteres Mal selbstverschuldet belastet werden.

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Offener Brief an die Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz vom 20.02.2018
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Bitte um Beantwortung liturgischer Fragen

Anfrage an die DBK, da Erzbistum Berlin keine Antwort geben konnte

Uns irritieren öffentliche Aussagen von Vertretern unseres Erzbistums, dass die innere Gestaltung der Berliner Kathedrale nicht den gültigen liturgischen Erfordernissen entspricht. Die Liturgiekommission des Erzbistums Berlin gab keine sachliche Antwort auf die Frage nach liturgischen Gründen, mit denen ein Umbau der Kathedrale gerechtfertigt werden soll, obwohl die "Förderung der liturgischen Bildung … im Sinne der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils" zu ihren satzungsmäßigen Pflichten gehört. Deshalb bitten wir die DBK um Unterstützung.  

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Fragen an die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz am 10.06.2015
2015-06-10_B_Kardinal Marx_DBK.pdf
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Mit den Schlussworten des Grußwortes des neuernannten Erzbischofs an die Gläubigen der Erzdiözese Berlin, das am 14. Juni 2015 verlesen wurde, wird „die Zeit der baulichen Erneuerung“ der Kathedrale als gegeben hingestellt. Wird es einen "Umbau ohne Gründe" und ein "Entscheidung ohne Prüfung" geben? Der Vorsitzende der DBK wird um Klärung gebeten, da bereits in der Zeit der Vakanz Vorbereitungen getroffen werden (Freigabe von 1,5 Mio. Euro für die Umbauplanung), die die Souveränität des künftigen Leiters der Diözese einschränken.

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Anfrage an Kardinal Marx am 17.06.2015 "Bauliche Erneuerung" der St. Hedwigs-Kathedrale schon beschlossen? Umbau ohne liturgische und bauliche Gründe?
2015-06-17_B_Kardinal Marx_DBK.pdf
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Die Liturgiekommission des Erzbistums Berlin gab keine sachliche Antwort auf die Frage nach liturgischen Gründen, die einen Umbau der Kathedrale erfordern würden, obwohl die "Förderung der liturgischen Bildung … im Sinne der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils" zu ihren satzungsmäßigen Pflichten gehört. Deshalb wandte sich die Initiative katholischer Christen im Namen vieler Gläubigen an die DBK, um mehr über die permanent genannte, aber nirgends erläuterte "heutige Liturgie" zu erfahren.

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Nachfrage bei der Deutschen Bischofskonferenz am 26.06.2015 zu unserem Schreiben vom 10.06.2015
2015-06-26_B_Kardinal Marx_DBK.pdf
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Informationsstand zu Umbaukosten und Finanzierung am 07.05.2015

Diese auf Dokumenten des Parlaments des Landes Berlin zu entnehmenden Informationen (s. Links) wurden den Katholiken des Erzbistums Berlin vorenthalten und waren auch der Deutschen Bischofskonferenz nicht mitgeteilt worden, wenn man den Antworten der DBK vertrauen kann.

– Hinweis auf Förderantrag des Erzbistums Berlin vom 07.05.2015
(Beachtenswert ist der nicht nur euphemistische, sondern irreführende Titel des Förderantrags:
"Projekt Innenraumsanierung St. Hedwigs-Kathedrale")
– Details zum Förderantrag des Erzbistums Berlin vom 07.05.2015
Drucksache s17-18462 des Abgeordnetenhauses Berlin (Antwort zu 5 und 6):

Antworten der DBK zur "Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale"

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Hauptinvestor und Finanzierer der Zerstörung des bestehenden und sanierungsfähigen Innenausbaus und radikalen Totalumbau der Hedwigskathedrale zu Berlin. Vor diesem Hintergrund verwundert die vielfache und nachdrückliche Behauptung von Nichtzuständigkeit der DBK um sich der Verantwortung für die von der Fachwelt kritisierte Vernichtung von Kulturgut und erhaltenswerten Ressourcen auffallend demonstrativ zu entziehen. Deutlicher lässt sich die Distanzierung von dem offensichtlich verfehlten Umbauprojekt wohl kaum belegen.


Antwort von P. Dr. Hans Langendörfer SJ im Auftrag von Kardinal Marx auf ein Schreiben der Initiative " Freunde der Hedwigskathedrale" vom 02.03.2015 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zur geplanten Umgestaltung der Hedwigskathedrale.

Aus der Antwort von P. Dr. Hans Langendörfer SJ:

"Sie schreiben als Vertreter einer Laieninitiative "Freunde der St. Hedwigs-Kathedrale" und legen Ihre Besorgnis hinsichtlich der Kosten eines Umbaus dar, ausführlich auch in dem beigefügten Brief an den Diözesanadministrator von Berlin. Zwar haben sich einige deutsche Bischöfe am Rande einer Sitzung des Ständigen Rats der Deutschen Bischofskonferenz an der St. Hedwigs-Kathedrale informieren lassen, doch ist für die Entscheidungen das Erzbistum Berlin zuständig. Eine Aufstellung sämtlicher Kosten- und Finanzierungsaspekte entzieht sich ebenso unserer Kenntnis wie die Antwort auf die Frage, wie die Finanzierungsmittel aufgebracht werden sollen."

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Antwort des Sekretärs der DBK am 26.03.2015 zur Zuständigkeit und zur Finanzierung von "baulichen Maßnahmen an der St. Hedwigs-Kathedrale"
Umbau-Hedwigskathedrale-Berlin_finanzier
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"Die DBK ist weiterhin … für diese Angelegenheit nicht zuständig."

Entledigung jeglicher Unterstützung bei der sachlichen Klärung der vom Erzbistum Berlin nicht berücksichtigten Probleme von Gläubigen durch Rückzug auf Nichtzuständigkeit.

AKTUALISIERUNG 2022

Im Jahre 2022, als die Ziellosigkeit des Projekts durch die nun sichtbaren Abrissverluste, die permanenten Planänderungen des Umbaus und die kostentreibenden Ausführungsverzögerungen immer deutlicher zu Tage treten, scheinen den Verantwortlichen des DBK frühere schriftliche Äußerungen peinlich zu sein. Unter ultimativer Androhung juristischer Mittel verlangte die Generalsekretärin der DBK, Dr. Beate Gilles, dass die Unterschrift des Verfassers von zwei Antwortschreiben im Auftrag der DBK, Dr. Jakob Johannes Koch, unkenntlich gemacht wird.
P. Dr. Hans Langendörfer SJ hatte die fragwürdigen Themen noch konkret benannt und sich im Namen der DBK auf Unkenntnis zurückgezogen. Dr. Jakob Johannes Koch dagegen lässt in seinen Reaktionen im Auftrag der DBK jeglichen sachlichen Bezug auf die Fragen vermissen und verliert sich in Allgemeinplätzen. Bezeichnend, dass nun nach etlichen Jahren, wo das Ergebnis des fragwürdigen Umbauprojekts absehbar ist, die finanzierende Deutsche Bischofskonferenz ihre Distanzierung forciert.


Antwort auf Schreiben der Initiative " Freunde der Hedwigskathedrale" vom 16., 17. und 26.06.2015 an den Vorsitzenden und den Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zur geplanten Umgestaltung der Hedwigskathedrale.

Aus der Antwort von Dr. Jakob Johannes Koch im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz:
"Wie Ihnen bereits der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz mit Schreiben vom 26. März 2015 mitgeteilt hat, fällt die Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale in die Belegenheit der Erzdiözese Berlin. Die Deutsche Bischofskonferenz ist weiterhin und unbenommen der Ernennung des neuen Berliner Erzbischofs für diese Angelegenheit nicht zuständig."

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Antwort von Dr. Jakob Johannes Koch im Auftrag der DBK vom 14.07.2015 zur Zuständigkeit und zur Finanzierung der "Umgestaltung der Hedwigskathedrale"
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Antwort auf ein Schreiben der Initiative " Freunde der Hedwigskathedrale" vom 14.05.2017 an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, zur geplanten Umgestaltung der Hedwigskathedrale.

Aus der Antwort von Dr. Jakob Johannes Koch im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz:
"Bezüglich Ihrer erneuten Anfrage darf ich auf mein Schreiben vom 4. April 2017 verweisen, dass nämlich für die geplante Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale der Erzbischof von Berlin zuständig ist, und Sie bitten, sich gegebenenfalls an das Erzbistum Berlin zu wenden."

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Antwort von Dr. Jakob Johannes Koch im Auftrag der DBK vom 19.05.2017 zur Zuständigkeit und zur Finanzierung der "Umgestaltung der Hedwigskathedrale"
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Nach schriftlicher Aufforderung, verbunden mit der ultimativen Androhung juristischer Mittel, durch die Generalsekretärin der DBK, Dr. Beate Gilles, ist bei den hier wiedergegebenen Antworten des beauftragten Mitarbeiters der DBK, Dr. Jakob Johannes Koch, die Unterzeichnung des Verfassers unkenntlich gemacht worden, da die DBK wohl verhindern will, dass die eigenhändige Unterschrift von Dr. Jakob Johannes Koch sichtbar ist.


Antwort von Dr. Jakob Johannes Koch im Auftrag der DBK vom 19.05.2017 zur Zuständigkeit und zur Finanzierung der "Umgestaltung der Hedwigskathedrale"