Hedwigskirche – Enteignung der Hedwigsgemeinde

Das Erzbistum Berlin ließ sich das Eigentum an der Kathedrale übertragen

Das Geschenk des Königs ist nun verloren

Friedrich der II. schenkte der katholischen Gemeinde zu Berlin, der Hedwigsgemeinde, das Grundstück und Baumaterial zur Errichtung der Hedwigskirche für ihren "freyen und ungehinderten Gottes-Dienst".

"Ohne einigen Vorbehalt, oder Widerreden" heißt es im Patent des Königs.

Verlust der Gemeindekirche nach 240 Jahren

Das Erzbistum Berlin strebt seit Jahren danach, die alleinige Entscheidungsgewalt über die Kirche zu gewinnen. Kardinal Woelki wünschte 2013 einen radikalen Umbau der Kirche, die nach öffentlichem Recht gegen Umbau geschützt ist.  Um diesem Wunsch ohne Einreden der Gemeinde nachgehen zu können, hat das Erzbistum Berlin sich nun in den Besitz des Gemeindeeigentums gebracht und sich die Kirche angeeignet.

Bedingungen des Geschenks Friedrichs II.

Auszug aus der Veröffentlichung: Endres, Heinz_Die St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin_St.-Benno-Verlag_1963
Auszug aus der Veröffentlichung: Endres, Heinz_Die St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin_St.-Benno-Verlag_1963

Erzbistum Berlin beschreibt die Immobilienvereinnahmung euphemistisch

Ein von Woelki eingesetzter Vikar überträgt im Namen der Domgemeinde St. Hedwig, deren über 260-jährigen Besitz an Kirche und Immobilien "einvernehmlich" an das Erzbistum Berlin, damit der Erzbischof bei dem von ihm beabsichtigten Totalumbau der Kathedrale auf niemanden Rücksicht zu nehmen hat. Das geschah am 16.10.2017, zwei Wochen vor der Verkündung der Umbauabsicht des Erzbistums, als das Hirtenwort mit dem Umbaubeschluss schon in der Druckerei gebunden wurde und alle Gemeinden der Diözese noch für die "Sanierung" der Kathedrale zu Spenden aufgerufen waren.

PRESSEMELDUNG

Übertragung der St. Hedwigs-Kathedrale an das Erzbistum Berlin

Erbbaurechtsvertrag zwischen der Domgemeinde und dem Erzbistum Berlin über das Bernhard-Lichtenberg-Haus

17. Oktober 2016 – Stefan Förner Pressesprecher