Kein echter Grund zum Umbau der Kathedrale in Sicht

Seit Ende 2013 erprobt das Erzbistum schon die dritte untaugliche Taktik


Versuche zur Umbaurechtfertigung


Gegenüberstellung der Tatsachen



Fehlversuch 1

2013:  Kardinal Woelki

Umbau sei nötig, da die Kathedrale nicht den Forderungen des II. Vatikanischen Konzils folgt.

theologisch-liturgisch unhaltbar



Fehlversuch 2

2015:  Prälat Przytarski

Auf der Strategie Prälat Dr. Jüstens basierend, wird behauptet, dass die Standsicherheit der Kathedrale nicht gewährleistet sei und daher ein tiefgreifender Eingriff unumgänglich wäre.
Die Sanierung wäre sehr teuer, der Umbau dagegen nur noch eine geringfügige Zutat.

von Bauaufsicht Berlin verworfen

Fehlende Standsicherheit hätte die Sperrung der Kathedrale zur Gefahrenabwehr zur Folge.
Doch die Kathedrale weist nur geringfügige Schäden auf, solange kein Umbau erfolgt.



Fehlversuch 3

2016:  Erzbischof Dr. Koch

Schriftliche Antwort von Erzbischof Dr. Koch auf die Bitte zum Überdenken der Umbaupläne:

"Ich sehe aber schon seit Längerem keine neuen Argumente mehr aufkommen. Stattdessen verstärken sich diejenigen, die die Neugestaltung der Kathedrale durch Herrn Schwippert erhalten wollen, und jene, die zur Tradition dieser Gestaltung vor Schwippert zurückkehren wollen und den Schwippertschen Entwurf als Bruch mit der Geschichte der Kathedrale sehen und diesen Bruch wieder heilen möchten. Angesichts dieser Entwicklung sehe ich nicht, was eine Verlängerung der Überlegungszeit noch erbringen soll, zumal wir dringend einige substanzielle Begebenheiten der Kirche renovieren müssen.“

Kriegszerstörung war der Bruch - der Wiederaufbau ist seine Heilung !

Für Ortsunkundige und Zugezogene sei darauf hingewiesen, dass während des II. Weltkrieges (1939 - 1945) die Kathedrale zerstört wurde. Das könnte als "Bruch" bezeichnet werden. Der Wiederaufbau (1952 - 1963) ist dagegen die wirkliche "Heilung des Bruches", die wir drei Berliner Bischöfen und ihrem Architekten Prof. Hans Schwippert verdanken. Der geplante Umbau ohne bauliche Notwendigkeit wäre ein neuerlicher "Bruch". Diese offensichtlichen Tatsachen sollten nicht aus taktischen Gründen verdreht werden.


Das Zitat des Erzbischofs ist seiner Antwort auf die Anfrage eines Gläubigen entnommen. Die Korrespondenz steht zum Download bereit und ist auf folgendem Link einsehbar:

Der Anfragende kommentierte die Antwort des Erzbischofs enttäuscht mit einem Goethe-Zitat:

"Man spricht vergebens viel, um zu versagen;

Der andre hört von allem nur das Nein." 

Doch bieten die Aussagen des Erzbischofs Gelegenheit, sich konkret mit einzelnen Punkten kritisch auseinanderzusetzen. Die Argumente des Erzbischofs rechtfertigen keine Wertezerstörung.