Papst warnt vor Geschichtsvergessenheit

Papst Franziskus hat Christen vor Geschichtsvergessenheit und Realitätsferne gewarnt. Wenn die Gesellschaft ihre Vergangenheit wie eine "nutzlose Bürde" ablege, habe dies schwerwiegende Konsequenzen, hieß es in einer Botschaft von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, die dieser im Namen des Papstes am Sonntag (20.08.2017) an ein Katholikentreffen im italienischen Rimini sandte. Nur mit dem Blick auf "das Wahre, Schöne und Gute, das unsere Väter uns hinterlassen haben", könne man den gegenwärtigen Epochenwechsel als Chance leben. Weiter hieß es in dem Grußwort, Christen pflegten keine nostalgische Rückwärtsgewandheit. "Wir haben keine Räume zu verteidigen, weil die Liebe Christi keine unüberwindbaren Grenzen kennt." Diese Zeit sei günstig für eine Kirche im Aufbruch. Es müsse jedoch zugleich eine "Kirche reich an Erinnerung" sein, so der Kardinal. – Die Meldung der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) wurde am 22.08.2017 in der "Tagespost" veröffentlicht. 

Viele Katholiken und Kulturinteressierte wünschten sich, dass verantwortliche Diözesanbischöfe, wie Woelki und Koch, diese Ratschläge das katholischen Kirchenoberhauptes bei ihrem Handeln nicht ignorierten. Woelkis Beschimpfung von Gläubigen als "Museumswächter" träfe dann nicht auch den Papst. Der Berliner Erzbischof Koch würde dann nicht den ererbten Schatz eines bedeutenden Glaubenszeugnisses, die wertvolle Innengestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale als "nutzlose Bürde" ansehen, die es zu zerstören gilt.



Senat will 8 Mio. Euro für Denkmalzerstörung zahlen

Das Erzbistum Berlin, das lt. Geschäftsbericht für 2015 einen Vermögenszuwachs von fast 15 Millionen Euro auf 593 Millionen Euro verbuchen konnte, soll vom Land Berlin eine Kofinanzierung zu den bereits vom Bundestag zugesicherten 12 Millionen Euro erhalten – für die "Sanierung der St.-Hedwigs-Kathedrale", wie die beabsichtigte Zerstörung des denkmalgeschützten Innenraumes irreführend genannt wird. Von dem Vorhaben des Berliner Senats berichte der Tagesspiegel am 29.08.2017.

Das Senatsbündnis aus SPD, Linken und Grünen würde damit, sich über die fachlich begründeten, eindringlichen Empfehlungen des Landesdenkmalamts , der Icomos und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hinwegsetzend, dem Begehren der Kirchenverantwortlichen entsprechen. Die Katholische Kirche plant ihre Präsenz in der Bundeshauptstadt zu stärken, indem die Spuren der Geschichte der Kathedrale durch einen radikalen Umbau des Innenraumes getilgt werden. Wenn der Senat dieses Unterfangen mitfinanziert, würde gegen das Denkmalschutzgesetz des Landes Berlin verstoßen werden, da keine liturgischen Gründe für einen Umbau des Gottesdienstraumes vorliegen.


Kritik an Umbauplänen in den Medien

Die klaren Aussagen und wohlbegründeten Argumente des Berliner Landeskonservators, Prof. Dr. Jörg Haspel, für den Erhalt der einzigartigen Innengestaltung der Hedwigskathedrale gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) haben ein erhebliches Medienecho gefunden. Der Artikel von Lukas Philippi in der Berliner Zeitung wird hier zitiert, wie auch der Beitrag im Tagesspiegel und der BILD-Zeitung vom gleichen Tage (21.08.2017). Ebenso berichtete die MOZ. Auch andere Medien informierten.

Der Deutschlandfunk brachte die Nachricht (Link zum Deutschlandfunk-Dlf24).

Selbst das Hausradio des Kölner Erzbischofs, der die Umbaupläne initiierte, kam nicht umhin, die Nachricht zu veröffentlichen, nutzte aber die Gelegenheit, die gern kolportierten, aber unbegründbaren Zweifel an der liturgischen Nutzbarkeit der bestehenden Kathedrale zu streuen (Link zum Domradio).



Wofür braucht die reiche Kirche das Geld der Armen?

Erzbistum Berlin besitzt 593 Mio. Euro

Das RBB-Fernsehen berichtete am 07.08.2017, dass das Vermögen des Erzbistums Berlin größer geworden ist.  Der Geschäftsbericht für 2015 weist einen Vermögenszuwachs von 12,8 Mio. Euro gegenüber 2014 aus. Mit über 100 Mio. Euro wird für Personalkosten das meiste Geld ausgegeben. Die geringeren Ausgaben für mildtätige Zwecke sind in der Meldung nicht beziffert worden. (s. rbb-online). 

Bitten um Geldspenden wie 2003 angesichts der drohenden Insolvenz dürften nun nicht mehr nötig sein. Der florierende Vermögensaufbau des Erzbistums Berlin zeigte sich schon im März 2015 beim Immobilienkauf in Göttingen (s. Link). Dagegen wurde in die Werterhaltung der Hedwigskathedrale seit 2011 nicht investiert.

zusätzlich 12 Mio. Euro Bundesmittel

Trotz der erheblichen Zuwächse aus Kirchensteuern und Staatsleistungen wird dem Erzbistum Berlin zusätzlich aus dem Bundeshaushalt ein Zuschuss von 12 Mio. Euro gewährt – für den Umbau der Hedwigskathedrale, der lt. Senat von Berlin eine "Teilzerstörung des Denkmals" bedeuten würde. Das sind 12 Mio. Euro weniger für Bedürftige z. B. Kinder, Familien o.a., denn aus den staatlichen Mitteln ist auch der Bau von Kitas oder Sozialwohnungen zu fördern.

Die Katholische Kirche will damit eine größere Präsenz in der Bundeshauptstadt finanzieren, dem Zentrum politischer Einflussnahme. Einer Petition von 2015 gegen die Förderung von Denkmalzerstörung hat der Bundestag auf Basis einer falschen Begründung nicht entsprochen. 



2017-07-22_Berliner Abendblatt_Titelartikel zur Hedwigskathedrale_Deutschlands Denkmalschützer warnen vor Kathedralen-Umbau
2017-07-22_Berliner Abendblatt_Titelartikel zur Hedwigskathedrale_Deutschlands Denkmalschützer warnen vor Kathedralen-Umbau

Trauer um Joachim Kardinal Meisner

"sehr ernsten Brief" an Woelki und Koch 

Der verstorbene Kardinal Meisner hatte Kardinal Woelki (und später auch Erzbischof Koch) "einen sehr ernsten Brief geschrieben", als er hörte, "dass Kardinal Woelki die Kathedrale umbauen lassen wollte." Kardinal Meisner schrieb in nun veröffentlichten Briefen: "Wenn ein Bischof erst zwei Jahre in seiner Diözese ist und sie vorher gar nicht gekannt hat, darf er nicht sofort an eine substantielle Umgestaltung der Bischofskirche denken, geschweige denn, schon Vorbereitungen dafür einleiten."  (Zitate aus beigefügten Quellen)

Briefe Kardinal Meisners veröffentlicht

Der volle Wortlaut der Stellungnahme Kardinal Meisners zur Hedwigskathedrale und zu seinem Berliner Nachfolger Kardinal Sterzinsky findet sich in den nun veröffentlichten Briefen. 



Wegweiser zu weiteren Themen dieser Internetseite

Destruktives

Erzbischof Koch, Lobbyisten der Deutschen Bischofskonferenz und Profiteure einer kostspieligen Umbaumaßnahme streben die Selbstdarstellung der Kath. Kirche in Berlin an.



Das einzigartige Gesamtkunstwerk saniert bewahren,

Der zeugnishafte Innenraum des 1963 vollendeten Wiederaufbaus der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin bedarf nur einer Sanierung.
Der zeugnishafte Innenraum des 1963 vollendeten Wiederaufbaus der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin bedarf nur einer Sanierung.

statt für Dutzende Millionen in ausdrucksloser Beliebigkeit umzubauen !

Nach dem Muster beliebiger Sitzungssäle soll die St. Hedwigs-Kathedrale durch einen teuren, unnötigen Umbau verändert werden.
Nach dem Muster beliebiger Sitzungssäle soll die St. Hedwigs-Kathedrale durch einen teuren, unnötigen Umbau verändert werden.

Erstes öffentliches Symposium zur Hedwigskathedrale

Das Erzbistum Berlin sagte nach einer Zusage kurzfristig die Teilnahme wieder ab und gab keine Informationen zu den Umbauplänen.

Keine liturgischen Umbaugründe

Nur der Pressesprecher des Erzbistums Berlin, Stefan Förner, der für den Berliner Erzbischof spricht, war im Publikum vertreten. Er ergriff mehrfach das Wort und äußerte sich zu den Umbauabsichten des Erzbischofs Koch.

Es gebe keine zwingenden liturgischen Gründe für einen Umbau, sondern hauptsächlich funktionale und energieökonomische. Als dieser Punkt von Fachexperten aufgegriffen wurde, behauptete der Pressesprecher das Gegenteil, es gäbe doch liturgische Gründe für einen Umbau, doch er brachte keinen einzigen Grund vor.  

(Das es keine liturgischen Gründe für einen Umbau gibt, war ohnehin seit 2015 belegt worden.)

Kein seriöser Liturgieexperte fände Gründe.



Appell zum Erhalt der Innengestaltung der Kathedrale

Die denkmalgeschützte Innengestaltung der Berliner Hedwigskathedrale ist zu erhalten und der vom Erzbistum Berlin geplanten Umbau zu verhindern. Appell vom 8. Juni 2017



"Traditionsabbruch" verursacht Religionsverlust

Wissenschaftlicher Fachterminus für die Ursache des Religionsrückgangs im Osten Deutschlands.

Berlins Erzbischof Koch setzt im Osten fort, was DDR-Ideologen begannen.

Die Zerstörung der traditionsreichen Innengestalt der St. Hedwigs-Kathedrale wird die verbliebenen Gläubigen spalten, ihres identitätsstiftenden Zentrums berauben und den Niedergang fördern. 



ICOMOS weist auf Gefährdung des Kulturerbes hin

Ein Kommentar zum Kulturfrevel des Erzbistums Berlin ergänzt die Warnung der europäischen Kulturschutzinstitution ICOMOS vor dem unwiederbringlichen Verlust bedeutenden Kulturerbes in der Hauptstadt Deutschlands: 

„Naher Osten“ oder „Wilder Westen“


Pressemitteilungen rufen zum Erhalt der Kathedrale auf



Reaktion auf den kirchlichen Vorsatz zur Zerstörung

Presse-Erklärung der "Freunde der St. Hedwigs-Kathedrale" zum Umbaubeschluss des Berliner Erzbischofs vom 1. November 2016


Offener Brief an Erzbischof

Internationaler Aufruf zum Erhalt des Innenraums der Kathedrale



Erzbistum Berlin benutzt "alternative Fakten"


Die Befangenheit der Kulturstaatsministerin Grütters

Entgegen Grütters klarer Forderungen beim Kulturgutschutzgesetz nimmt sie keinen Anstoß, dass sich die Kirchenleitung einer unabhängigen Beratung durch kompetente Experten entzog.



"Kirchen überbieten sich …, dem Zeitgeist nachzulaufen"

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung veröffentlicht am 25.12.2016  eine kritische Analyse des Journalisten Markus Günther



Unterschiedliche Wertschätzung von Heiligen u. Seligen

Während die EU den Wiederaufbau zerstörter Kirche wegen des Schutzheiligen Europas fördert, 

plant das Erzbistum Berlin die Zerstörung der Confessio des Seligen Bernhard Lichtenberg. 



Liturgische Vorwände dienen zur Durchsetzung der Denkmalzerstörung

Politische Nutzung der Kathedrale geplant wird vom Erzbischof geplant

Nun nennt der Erzbischof die tatsächlichen Gründe für die Zerstörung des Denkmals, zu der der geplante Umbau der Kathedrale führen würde.

Wissenschaftler kritisieren Kochs Aussagen.



Bischöfe ohne Kreuz, Kathedrale ohne Altarkreuz …


60 Mio.€ für die Kirche selbst, dann über Armut reden ?

Akademieabend: "Eine arme Kirche der Armen im Erzbistum Berlin?"

Vatikan kritisiert die Leitung der Katholischen Kirche Deutschlands



Wiederaufführung des Limburger Theaters ?  Ein Gastkommentar



Hedwigskirche  –  Enteignung der Hedwigsgemeinde

Das Erzbistum Berlin ließ sich das Eigentum an der Kathedrale übertragen

Bedingungen des Geschenks Friedrichs II.

Das Geschenk des Königs ist nun verloren

Verlust der Gemeindekirche nach 240 Jahren


"Feindliche Übernahme"

Propaganda in Nachfolge Walter Ulbrichts

Was Ulbricht nicht hinderte, zerstört nun …

Methode autoritärer Geschichtsbereinigung

Kommentar zur sogenannten "Übertragung der St.Hedwigs-Kathedrale an das Erzbistum Berlin"



Kinderarmut, Kirchenvermögen und Luxus

Erzbischof Dr. Koch beklagt Kinderarmut

 

Am 15.10.2016 war im rbb-Radio zu hören, dass der Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Koch, die hohe Kinderarmut beklagt. Er kritisierte „Für eine reiche Stadt wie Berlin ist das nicht hinnehmbar.“

Zur gleichen Zeit geschieht aber folgendes:

 

Dr. Koch will 43 Mio. für seinen Arbeitsplatz

 

Woelki hat nichts gegen Luxus in der Kirche



Sanierung des Kölner Doms mit Vollwärmeschutz

Für Köln ist diese Nachricht nur ein Scherz.

Aber in Berlin bei der St. Hedwigs-Kathedrale wird so etwas tatsächlich geplant. Dafür erhebt das Erzbistum Berlin in allen Gemeinden zum Fest der Hl. Hedwig die Kollekte.

 

Der Pressesprecher des Erzbistums Berlin gibt in "Mail zum Sonntag" Umbau als Sanierung aus.

Braucht der Kölner Dom einen Vollwärmeschutz, wie das Erzbistum Berlin es für die St. Hedwigs-Kathedrale plant ?
Braucht der Kölner Dom einen Vollwärmeschutz, wie das Erzbistum Berlin es für die St. Hedwigs-Kathedrale plant ?


Kollekte "Für die Sanierung der St. Hedwigs-Kathedrale"

Für "Sanierung" sammeln, obwohl nur "Umbau" geplant ist ?



Vatikan kritisiert die deutsche Kirchenführung

Papst Franziskus: „Es ist hässlich für die Kirche, wenn Hirten Fürsten werden." „Die Welt braucht keine manipulativen Hirten“.

Pontifex Emeritus Benedikt: „hoch bezahlter Katholizismus", „ungeistliche Bürokratie" etc.



Fragwürdiges Interview mit Erzbischof Dr. Koch

Behauptungen zur Kathedrale entsprechen nicht der Wahrheit



Pantheismus statt katholischer Glaube ?

Einen Religionsstifter modernen Zeitgeists beauftragt das Erzbistum



Der Sprecher des Erzbistum Berlin im Presseinterview:

Orientierungslos oder desorientierend ?



Erst "Praktikumsstelle", nun "Abstellgleis" ?

Das Amt des Berliner Erzbischofs in der öffentlichen Wahrnehmung

Die kurze Zeit bis zur Abdankung des Kölner Kardinals Meisner sah die Presse als "Lehrjahre" seines Weihbischofs Woelki, damit dieser mit der Kardinalswürde aus Berlin kommend, die Kölner Diözese nach drei Jahren übernehmen kann. Allen unerledigten Plänen des auf Medienwirkung bedachten Woelki sieht sich nun der nette, vorsichtige Nachfolger ausgesetzt, der nicht ganz soviel Porzellan zerschlagen möchte. Sein Wirken als Familienbischof beschrieb die Kirchenzeitung:

Link "Bischof auf dem Abstellgleis" 

Die bischöfliche Souveränität Berlins ist fraglich:

Link "Berlin nur Kölner Außenstelle?"

Woelki hatte "Lehrjahre". Verwaltet Dr. Koch dessen Übungen?