Am 20.04.2026 hat das Landesdenkmalamt Berlin eine evangelische und drei katholische Kirchen im Osten Berlins unter Denkmalschutz gestellt, die in den 80-iger Jahren von DDR-Institutionen für Devisen gebaut worden waren. Im Außenhandelsministerium, geleitet von Alexander Schalck-Golodkowski unter Kontrolle der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit), hatte der SED-Staat den Bereich Kommerzielle Koordinierung geschaffen, um mit diversen Geschäften (u.a. auch Waffenexport, Müllimport und Häftlingsfreikauf) Devisen einzutreiben. Auch mit dem Bau von Kirchen, die aus der Bundesrepublik Deutschland finanziert wurden, konnten Devisen für die DDR beschafft werden, da alle Planungs- und Bauleistungen von Akteuren innerhalb der DDR erbracht worden waren.
Dagegen war der 1963 vollendete Wiederaufbau der Hedwigskathedrale als Gesamtkunstwerk ein denkmalwertes Zeugnis gesamtdeutscher Zusammenarbeit in der Zeit der politischen Teilung Deutschlands, das vom Erzbistum Berlin ausgeöscht wurde.
Verschiedene Institute der Bauakademie hatten Planungsgruppen, die Projektierung und Bauleitung der Bauvorheben für Kirchen übernahmen und mit wissenschaftlichen Gutachtern und Spezialbaubetrieben zusammenarbeiteten.
Zur Akquisition kirchlicher Aufträge offerierte die Bauakademie der DDR ihre Leistungsfähigkeit in Präsentationsmappen, die erfolgreich fertiggestellte Kirchenbauten zeigten.
Ein Beispiel dieser Leistungsschau stellt das Archiv der Freunde der Hedwigskathedrale online. Der Inhalt wurde unverändert und vollständig digitalisiert von Dipl.-Ing. Architekt Werner J. Kohl, einem ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Bauakademie. Die Titelcollage zitiert den originalen Einband, das Inhaltsverzeichnis ist neu ergänzt und korrigiert fehlerhafte Daten im Original (S. 7 – 8).
Für den Erhalt des einzigartigen Baudenkmals.
Respektvolle Sanierung – substanzschonend und geschichtsbewusst
Freunde der Hedwigskathedrale E-Mail: [email protected]
