Die Befangenheit der Kulturstaatsministerin Grütters

Unterschiedliche Maßstäbe enthüllen konfessionell gefärbte Kulturpolitik

Eine löbliche Aussage zur Kunst

«Es kann und darf keinen Grund geben, die Anrufung der Beratenden Kommission zu verweigern», sagte Grütters der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Das Zitat vom findet sich in einer Meldung der dpa vom 28.12.2016. Es geht dabei um Raubkunst und die Kulturstaatsministerin appelliert an alle Museen, sich der Aufklärung nicht zu verschließen.

Verschiedenerlei Maß

Ist der Katholikin Grütters eine objektive Beurteilung bei Kirchenkunst nicht möglich?

Die treffende Aussage der Kulturstaatsministerin (28.12.2016, dpa) zur notwendigen Anrufung einer unabhängigen beratenden Kommission  gilt für Frau Prof. Dr. Grütters wohl nicht für den Umgang mit einem denkmalgeschützten Kunstwerk, wie der Innengestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale. Hier nimmt sie keinen Anstoß, dass sich die Kirchenleitung einer unabhängigen Beratung durch kompetente Experten entzog.

Befangenheit bei Kirchenkunst

Beratungsangebote für den Umgang mit einem denkmalgeschützten Innenraumkunstwerk lehnte das Erzbistum Berlin mehrfach ab.

Obwohl das Erzbistum Berlin alle diese Beratungsangebote unabhängiger Institutionen und Fachexperten ausschlug und entgegen weitgehenden einhelligen Protests der internationalen Fachwelt protegiert die deutsche Kulturstaatsministerin die Interessen der Führung der Katholischen Kirche in Deutschland:

„Ich kann die Deutsche Bischofskonferenz nur unterstützen in ihrem Bemühen, die Kirchenpräsenz in Berlin weiter auszubauen.

Ich weiß, es ist ein kontroverses Thema. 

Ich bin für einen Umbau der St. Hedwigs-Kathedrale." (Vortrag von Kulturstaatsministerin Grütters am 28.06.2015)